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	<title>Lasimona&#039;s Weblog</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 14:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lasimona</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Korvettenkapitän Gregorio De Falco]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist nichts dagegen einzuwenden, ab und an einmal &#8220;Danke&#8221; zu sagen, wenn einem Erfreuliches zuteil wird. Eine längst vergessene Kunst, überlagert vom Gram einer verwöhnten Ersten Welt, die sich, übersatt vom Guten lieber den Mängeln zuwendet. Und wenn da erst einmal angefangen wurde, lässt sich da einiges finden oder herbeiziehen. Folglich ist der Dank [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=801&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nichts dagegen einzuwenden, ab und an einmal &#8220;Danke&#8221; zu sagen, wenn einem Erfreuliches zuteil wird. Eine längst vergessene Kunst, überlagert vom Gram einer verwöhnten Ersten Welt, die sich, übersatt vom Guten lieber den Mängeln zuwendet. Und wenn da erst einmal angefangen wurde, lässt sich da einiges finden oder herbeiziehen.</p>
<p>Folglich ist der Dank bei Alltäglichem, wenn nicht Geschuldetem verwirrend. Hat sich eine Kultur erst einmal in Wut und Schnaub vergraben, gegenseitig vergrätzt und am besten noch den letzten Krümel gefressen, bevor es jemand anderes tut, so lässt sich irritierenderweise manchmal genau dann ein Ausdruck tiefer Dankbarkeit sehen, wenn es eigentlich um Selbstverständlichkeiten geht. Ist dies nun Anlass zur Trauer über gesellschaftliche Marotten oder eher zur Freude, die ja für das Gemüt so wichtig ist wie Banane, Schokolade und Kuss mit all den Glückshormonen.</p>
<p>Gestattet sei Verwunderung, wenn der Kunde dankbar dafür ist, dass er seine bereits bezahlte Ware erhält, jemand sich für eine &#8220;gemachte Mühe&#8221; bedankt, die doch ohne Worte stattfinden sollte, der Pub-Besucher dankbar ist, dass er zuerst bestellen darf &#8211; obwohl er ohnehin vorne in der Reihe der Wartenden steht. Oder wenn Korvettenkapitän Gregorio De Falco laut Presseberichten einen Kapitän an seinen Platz zurückzitiert, nachdem er zuvor sein Schiff gegen einen Felsen fuhr und dann offenbar recht flott vom Unfallschiff schleunigte.</p>
<p>Da hat jemand seinen Job gemacht, sehr gut sogar. Dass gute Arbeit auch einmal vom Chef gelobt werden sollte, ist das Eine. Dass ein Volk De Falco jedoch wie einen Helden feiert, ist zwar gut gemeint. Und ist doch eben dieser Spiegel, den sich die grame, stumpfe Westkultur zu selten vorhält. Er zeigt, wohin sich die Norm des Benehmens, des Miteinander, des Gegenseitig (teilen, höflich sein, helfen, lachen) mittlerweile bewegt hat: wie außergewöhnlich diese Begrifflichkeiten, diese Grundpfeiler gesellschaftlichen Zusammenlebens nunmehr erscheinen, wenn sie in einer Tat, einem Wort oder auch einem Unterlassen auftauchen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lasimona.wordpress.com/801/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lasimona.wordpress.com/801/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lasimona.wordpress.com/801/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lasimona.wordpress.com/801/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lasimona.wordpress.com/801/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lasimona.wordpress.com/801/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lasimona.wordpress.com/801/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lasimona.wordpress.com/801/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lasimona.wordpress.com/801/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lasimona.wordpress.com/801/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lasimona.wordpress.com/801/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lasimona.wordpress.com/801/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lasimona.wordpress.com/801/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lasimona.wordpress.com/801/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=801&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Bon anniversaire, chère Simone!</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 19:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lasimona</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Simone de Beauvoir]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Simone, zum 104. Geburtstag alles Gute! Zunächst einen einfachen Dank: Gut, dass Sie nicht Mitzy oder Filly heißen. Sonst hätte meine Mutter nach Genuss der &#8220;Mandarins von Paris&#8221; während der Schwangerschaft eine eigenartige Entscheidung getroffen. Dann danke ich Ihnen für so viele Überlegungen, die in einer frühen, wenn jedoch stets reifen Zeit durch Sie erkannt, verknüpft und gar [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=782&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration:underline;"><a href="http://lasimona.files.wordpress.com/2012/01/simonedb.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-783" title="Simone de Beauvoir" src="http://lasimona.files.wordpress.com/2012/01/simonedb.jpg?w=640" alt="L'anniversaire"   /></a></span></strong></p>
<p><strong></strong>Liebe Simone,</p>
<p>zum 104. Geburtstag alles Gute!</p>
<p>Zunächst einen einfachen Dank: Gut, dass Sie nicht Mitzy oder Filly heißen. Sonst hätte meine Mutter nach Genuss der &#8220;Mandarins von Paris&#8221; während der Schwangerschaft eine eigenartige Entscheidung getroffen.</p>
<p>Dann danke ich Ihnen für so viele Überlegungen, die in einer frühen, wenn jedoch stets reifen Zeit durch Sie erkannt, verknüpft und gar ausgesprochen wurden. Gedanken und Wahrheiten, die noch heute gesellschaftlich, wenn man von der bisweilen pflichtbewussten Oberfläche absieht, gänzlich zu Scheuklappenhaltung führen. Zu unbequem, zu vermeintlich anfechtbar, daher höchstens als Phrase hier und da. Doch nie als Handlung, nie als verstandene und gemeinte Handlung.</p>
<p>Aber es ist ja das Wort, der weitergetragene Gedanke das Tröpfchen, das irgendwo, wenn auch nicht sofort, ankommt. Kleiner, aber immernoch vorhanden.</p>
<p>Ich danke Ihnen für diese Genugtuung, erkennen zu können, dass es jemanden gibt, der seltsam parallel zu meinen Gedanken so treffend formuliert.</p>
<p>Dazu gibt es jedoch für mich noch viel zu entdecken an Ihnen, vieles, was ich nicht kenne, so viele Werke, auf die ich noch gespannt bin. Zwei stehen hier bei mir: <em>Das andere Geschlecht</em>, für das ich mich angemessen Zeit nehmen möchte, da ich erfrischend neue Gedankengänge erwarte, die ich nicht verpassen und dann in die Welt tragen will (die Tropfen). Dann die &#8220;Mandarins&#8221;, die mich in Beobachtungsgabe staunen, den Trübsinn, den Anfang vom Ende greifbar und schmerzlich nah kommen lassen und mich dann mit einem Humor überraschen: &#8220;Während wir hier sitzen, angeln manche Leute&#8221;, dachte Henri. Er machte sich nichts aus Angeln, aber die anderen, die es liebten, was hatten die für ein Glück.&#8221;</p>
<p>Feststellung, Eloquenz und Inspiration &#8211; das kann nicht jeder sein Eigen nennen.</p>
<p>Bis bald, ich freue mich!</p>
<p>&#8220;Gerade die von Frauen errungenen Erfolge rufen neue Angriffe gegen sie hervor.&#8221;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lasimona.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lasimona.wordpress.com/782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lasimona.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lasimona.wordpress.com/782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lasimona.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lasimona.wordpress.com/782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lasimona.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lasimona.wordpress.com/782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lasimona.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lasimona.wordpress.com/782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lasimona.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lasimona.wordpress.com/782/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lasimona.wordpress.com/782/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lasimona.wordpress.com/782/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=782&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>„Gehen wir, Watson, man braucht uns nicht mehr!“</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 16:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lasimona</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hindhead]]></category>
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		<category><![CDATA[Julian Barnes]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Gatiss]]></category>
		<category><![CDATA[Sherlock Holmes]]></category>
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		<category><![CDATA[Undershaw Preservation Trust]]></category>

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		<description><![CDATA[So stellt man sich das einstige Wohnhaus von Sir Arthur Conan Doyle nicht vor:  die Fenster eingeschlagen und mit Brettern bedeckt, Schimmel und Moos sind so reichlich vorhanden wie herumliegender Schutt. Das Gebäude in Hindhead, eine Autostunde südlich von London, ist kein würdevoller Blickfang, sondern ein verfallenes Haus. John Michael Gibson, Doyle-Experte aus Südengland, kämpft [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=756&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_759" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://lasimona.files.wordpress.com/2011/11/img_25991.jpg"><img class="size-medium wp-image-759" title="Doyles Schreibzimmer: „Hier wurde Sherlock Holmes wieder zum Leben erweckt!“" src="http://lasimona.files.wordpress.com/2011/11/img_25991.jpg?w=225&#038;h=300" alt="John Michael Gibson at Undershaw" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Gibson vor Doyles Schreibzimmer: „Hier wurde Sherlock Holmes wieder zum Leben erweckt!“</p></div>
<p><strong>So stellt man sich das einstige Wohnhaus von Sir Arthur Conan Doyle nicht vor:  die Fenster eingeschlagen und mit Brettern bedeckt, Schimmel und Moos sind so reichlich vorhanden wie herumliegender Schutt. Das Gebäude in Hindhead, eine Autostunde südlich von London, ist kein würdevoller Blickfang, sondern ein verfallenes Haus. John Michael Gibson, Doyle-Experte aus Südengland, kämpft für die Achtung des historisch und kulturell wichtigen Gebäudes. Denn es stehen massive Abriss- und Umbaumaßnahmen vom jetzigen Eigentümer an. Das Backsteingebäude wartet.<br />
</strong></p>
<p>Gibson steht vor dem Anwesen und schüttelt ungläubig den Kopf. Sogleich scheint er in der Zeit um 1896 zu versinken, als das Gebäude nach Doyles eigenen Plänen vom Architekten Joseph H. Ball gebaut wurde. Es erhielt den Namen <em>Undershaw</em> (etwa: Unter schützenden Wipfeln). In seinem Anwesen verfasste Sherlock-Holmes-Autor Sir Arthur Conan Doyle viele der bekannten Detektivgeschichten und empfing die damalige Literaturelite als fulminanter Gastgeber.</p>
<p>Zu jedem Gebäudeteil weiß der pensionierte Gebäudegutachter Gibson eine Geschichte, die er mit einem Gemisch aus Liebe und energischer Wut darbringt. Bei seinen Erläuterungen werden Zwischenfragen schon einmal übergangen. „Hier!“, ruft er und deutet auf ein breites Fenster, das zum einstigen Tennisplatz zeigt und nun mit Brettern vernagelt ist. „Hier wurde Sherlock Holmes nach seinem literarischen Tod in der Schweiz zur Freude aller Leser wiederbelebt! In diesem Zimmer verfasste Doyle außerdem ‚The Hound of the Baskervilles‘.“ Mit mystischer Stimme weist er darauf hin, dass durch das Eingangsportal viele anerkannte Schriftsteller geschritten seien: „Die Autoren von Peter Pan und Dracula waren Doyles Gäste, sind durch diese Tür hier gegangen.“</p>
<p><strong>„Historische Räume quasi gevierteilt“</strong></p>
<p>Gibson gilt als einer der führenden Doyle-Experten Großbritanniens. Neben seinem Beruf hat er sich als junger Mann mit Schriften zu Architektur und Literatur befasst. Und dann kam der Moment, als er Aufsätze des weltweit bekannten Schriftstellers entdeckt, die bisher nirgends erfasst waren. „Eine Schatzsuche!“ So beginnt er zunächst mit einer Bibliographie des Schriftstellers, die Dagewesenes an Umfang überbietet. Mit einiger Nonchalance erinnert sich Gibson, wie er einen Autorenkonkurrenten mit seinen Funden verblüffte. Ein seltener Moment privater Erinnerungen des presseversierten Mittsechzigers. Er weiß, wer er ist und ist es gewohnt, dass man ihm zuhört. Besonders, wenn es um sein Projekt <em>Undershaw</em> geht, hält er nichts von Abschweifungen. Nutzt jeden Satz, so einstudiert er klingen mag, um die Notwendigkeit seiner Stiftung „The Undershaw Preservation Trust“ (UPT), die im Jahre 2009 von ihm gegründet wurde, zu erläutern. „Da sollen historisch wertvolle Räume quasi gevierteilt werden und die Stadtverwaltung schaut dabei zu! Die Häuser von Jane Austen oder Charles Dickens werden doch auch erhalten!“ <em>Undershaw</em> verwahrlose beim jetzigen Eigentümer, solange dieser seine Umbaupläne nicht umsetzen kann. Denn Gibson geht derzeit mit seinem Privatvermögen rechtlich gegen Gemeinde und Eigentümer vor. Das tut er bei Anhörungen auch gern auf aufsehenerregende Weise mit viktorianischer Kleidung, fährt zeitgemäß mit einem Wolseley vor.</p>
<div id="attachment_761" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://lasimona.files.wordpress.com/2011/11/img_2594.jpg"><img class="size-medium wp-image-761" title="Zerstörte Familienwappen hinter Holz: „Undershaw unwürdig behandelt&quot;" src="http://lasimona.files.wordpress.com/2011/11/img_2594.jpg?w=225&#038;h=300" alt="Undershaw - heraldic windows" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Zerstörte Familienwappen hinter Holz: „Undershaw verwahrlost&quot; (Gibson)</p></div>
<p>„Man stelle sich vor“, wird Gibson laut, „dass die Gemeindeverwaltung dabei zusieht, wie das Haus dem Verfall überlassen wird!“ Die Wände schimmeln, das Dach ist marode – dabei gibt es gesetzliche Vorschriften zur Instandhaltung, die offenbar niemanden der Verantwortlichen interessieren. Gibson mahnt die Gemeinde mehrfach, ist entsetzt über die Gleichgültigkeit, bis die fast zerstörten Fenster, die die Familienwappen Doyles enthielten, schließlich dürftig gesichert werden. Mit seinem zweiköpfigen Team leistet er in seiner Freizeit ganze Arbeit. Der UPT schreibt an Zeitungen, gibt Interviews, auch für das russische Fernsehen und die L.A. Times. Sie gewinnen den frischgekürten Booker-Prize-Gewinner Julian Barnes (Autor von „Arthur und George“, das zu einem großen Teil in <em>Undershaw</em> spielt) und den Schöpfer der TV-Serie „Sherlock“, Mark Gattiss, als Fürsprecher der Erhaltung <em>Undershaws</em>. Gibsons Vehemenz im Dialog kann durchaus überzeugen.</p>
<p><strong> </strong><strong>„Projekt nicht mit bestimmten Ideen einschränken“</strong></p>
<p>Sein detailliertes Fachwissen zieht Zuhörer in den Bann. Er ist nun richtig in Fahrt gekommen. Die Frage nach seinen anderen vier Werken zu Doyle überhört Gibson dabei zum dritten Mal. Ein weiteres Buch sei in Planung, beginnt er jedoch dann, es soll sich mit den Erfahrungen um <em>Undershaw</em> befassen. Und schlägt sogleich erneut einen Haken um die Antwort zurück zu seinem Thema. Seine Mitarbeiterin Lynn Gale scheint es liebevoll gewohnt zu sein, einfach unterbrochen zu werden, wenn der Gesprächsablauf nicht der gewünschte ist.</p>
<p>Nein, im Gegensatz zu ihr halte er nicht viel von einem Museum, jedenfalls nicht ausschließlich. Museen bringen ja leider finanziell niemandem etwas, das sei das Problem. Er wolle das Projekt nicht mit bestimmten Ideen einschränken, betont er. Um Kritikern vorzugreifen. „Hauptsache ist erst einmal“, fasst Gibson zusammen, „dass das Gebäude nicht zerlegt wird. Diese hohe Stufe des Denkmalschutzes stehe <em>Undershaw</em> eigentlich zu, würde jedoch schlicht nicht erteilt. Leider ist die hohe Anzahl an Fürsprechern, die Gibson mit wirksamen Worten und der engagierten Liebe zu kulturellen Werten gewonnen hat, nichts gegen den „bürokratischen Starrsinn“, dem sich das Projekt gegenübersieht.</p>
<p>Etwas sorgenvoll sieht der UPT-Vorsitzende beim Gedanken an die anstehende Gerichtsverhandlung aus. Spricht sich das Gericht für die von Gibson angefochtenen Baupläne aus, ist der lange Kampf endgültig verloren. Doch noch ist nicht Januar. Und wenn das Gericht sich „vernünftig“ entscheidet, bleibt zu hoffen, dass der Eigentümer das Interesse verliert. „Wir haben nämlich einen anderen Käufer interessieren können!“ Und der hat Erfahrung mit viktorianischen Häusern. Gibson klopft noch einmal auf die Klinker <em>Undershaws</em>, als wären sie die Schulter eines guten Freundes. Er geht heim. Im lokalen Radio läuft gleich ein Beitrag über den UPT.</p>
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		<title>THE VEIL. A journey into the unknown (all of it)</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 14:14:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mai 1822, in einem etwas heruntergekommenen Herrenhaus im ländlichen Irland. Die Tochter, Hannah Lambroke, soll an einen Marquis in England vermählt werden, damit etwas Geld in die knappe Familienkasse kommt. Zu dem Zwecke reisen der Geistliche Berkeley und sein Begleiter Audelle an, um Hannah sicher nach England zu geleiten. Hannah kann Stimmen hören, die eines älteren Mannes, kann sie nicht zuordnen und ist durcheinander. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=733&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mai 1822, in einem etwas heruntergekommenen Herrenhaus im ländlichen Irland. Die Tochter, Hannah Lambroke, soll an einen Marquis in England vermählt werden, damit etwas Geld in die knappe Familienkasse kommt. Zu dem Zwecke reisen der Geistliche Berkeley und sein Begleiter Audelle an, um Hannah sicher nach England zu geleiten. Hannah kann Stimmen hören, die eines älteren Mannes, kann sie nicht zuordnen und ist durcheinander. Mutter Lambroke wünscht dies vor den Gästen nicht zu thematisieren, doch Berkeley ist ganz Ohr, bietet eine Séance an, um Aufklärung zu verschaffen, den Schleier lüften. Stimmen wahrzunehmen, das sei eine Gabe, kein Schauder.</p>
<p><strong>Das Auge schweifen lassen</strong></p>
<p>Conor McPhersons Werk <em>The Veil</em> (Der Schleier), das noch bis zum 19. November im Londoner National Theatre zu sehen ist, genießt eine opulente Ausstattung und eine hervorragende Lichtarbeit. Aufwendig zeigt sich das Bühnenbild bis in die silberne Zuckerdose, alter Reichtum lässt sich in den hohen Wänden noch erahnen, das sichtbare Treppenhaus außerhalb des bespielten Wohnzimmers zeigt den Verfall des Familienguts. Kerzen zaubern eine heimelige Atmosphäre, der Wind tobt und lässt am Baum die Äste schwingen, Vögel begrüßen einen hellen Morgen. Diese Liebe zum Detail bringt denn auch erst einmal das Auge zum Schweifen, die Handlung zieht sofort in den Bann, hier kann man sich einrichten! Gespannt lässt sich die Einführung der Charaktere verfolgen, die Fäden werden gesponnen und bilden ein überschaubares Netz, das es nun zu vertiefen gilt.</p>
<p>Die Webseite des<em> Telegraph</em> bietet zum Stück einen passend erscheinenden Link zu Kants transzendentaler Philosophie, die an die Gabe des Sehens beziehungsweise Hörens der Tochter des Hauses anknüpft (<a title="Kant Transzendentalphilosophie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transzendentalphilosophie" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Transzendentalphilosophie</a>). Die fünf Sinne sind hier die gewöhnliche Sicht auf die Welt, mit ihnen nehmen wir &#8220;unsere&#8221; Realität wahr - das, was wir glauben, das sie sei. Erst die Fähigkeit, Phänomene erkennen zu können, gibt dem Erkennenden einen kurzen Einblick auf das, was tatsächliche Wirklichkeit ist. Eine Sicht auf eine vierte Dimension sozusagen, die Hannah Lambroke gegeben ist.</p>
<p><strong>Slapstick und Themenbrei</strong></p>
<p>Leider kommen derartige Gedankengänge oder wenigstens -ansätze im vorliegenden Stück nicht vor. Lediglich ein bezugnehmender, sherrytrunkener Satz wird pflichtbewusst in einen Monolog aufgenommen. Während Autor und Regisseur McPherson ankündigt, der Zuschauer vermute zu Beginn ein stattlich-konservatives Theaterstück, &#8220;but then the shit hits the fan&#8221; (dann ist die Kacke am Dampfen), möchte man ihn nachher fairerweise nicht zu sehr beim Wort nehmen. Das Stück endet qualitativ da, wo es richtig und spannend hätte ansetzen können, beim vermuteten Thema. Leider landen wir hier jedoch einmal mehr in der breiigen Masse, die sich da als Zuschauerbelustigung und leider auch -beleidigung herausstellt. In der Trickkiste ist da nichts zu altbacken. Eingelullt von den Anfängen der Séance, die die Stimmen aufhellen soll, die Hannah Pembroke so verstören, knallt es überraschend und vernehmlich auf der Bühne und das Publikum hopst unisono im Sitz. Und dieses Haydn-Plagiat (<a title="Joseph Haydn - Sinfonie mit dem Paukenschlag (Surprise)" href="http://bit.ly/rXpQGR" target="_blank">http://bit.ly/rXpQGR</a>) wird, weil es so schön war, gleich zweimal auf die Zuschauer losgelassen. Um Grübelei oder gar Langeweile beim Zuschauer gar nicht erst aufkommen zu lassen, wird regelmäßig mit etwas Slapstick oder mindestens einer witzigen Bemerkung aufgewartet. Während McPherson im Lachen nicht verkehrt eine Gelegenheit sieht, das Publikum zu vereinen, es im gemeinsamen Lachen zusammenzuschweißen, übersieht er, dass es für gewisse Genres auch einend sein, gemeinsam im Saal zu sitzen und gefesselt die Bühne zu fixieren.</p>
<p>Ist das Lachen aber erst verklungen, lässt sich nicht vertuschen, dass das zunächst sorgsam gesponnene Netz der Handlung leider völlig aus dem Blick verloren wurde. Der <em>Telegraph</em> untertitelt das Stück &#8220;A journey into the unknown&#8221; (Eine Reise ins Unbekannte), doch wird bald klar, dass der Schleier des Unbekannten, die Bearbeitung von Hannahs Stimmerfahrungen, noch gar nicht einblickend gelüftet wurde, als schon an etwa drei weiteren gezogen wird. Bei heiterem Whiskeygenuss wird eine alte Liebschaft &#8211; und gleich noch eine andere, dazu die Problematik der arrangierten Ehe und die Geldnot blinden Auges dazugeknüpft. Weil das irgendwie auch zum weiten Kreis des Unbekannten, des Geheimnisses zählt.</p>
<p>Und dann fiel der Vorhang.</p>
<p>[The Veil. Conor McPherson, National Theatre, London, bis 19. November]</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lasimona.wordpress.com/733/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lasimona.wordpress.com/733/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lasimona.wordpress.com/733/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lasimona.wordpress.com/733/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lasimona.wordpress.com/733/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lasimona.wordpress.com/733/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lasimona.wordpress.com/733/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lasimona.wordpress.com/733/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lasimona.wordpress.com/733/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lasimona.wordpress.com/733/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lasimona.wordpress.com/733/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lasimona.wordpress.com/733/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lasimona.wordpress.com/733/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lasimona.wordpress.com/733/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=733&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Umbrella</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 09:36:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lasimona</dc:creator>
				<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Thornton Heath]]></category>
		<category><![CDATA[Londoner Wetter]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Regenschirm]]></category>
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		<description><![CDATA[London. Es regnet. Das Wasser rauscht auf das Bahnhofsdach. Darunter viele Reisende, die auf ihren Zug warten. Das Dach schirrmt leider nicht den ganzen Bahnsteig ab. Immer wieder tippeln Mutige dennoch in den Regen, nach vorn. Dorthin, wo der erste Waggon zum Stehen kommen wird. Regentropfen im Nacken. Ein junger Mann mit Schirm setzt gerade [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=730&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>London. Es regnet. Das Wasser rauscht auf das Bahnhofsdach. Darunter viele Reisende, die auf ihren Zug warten. Das Dach schirrmt leider nicht den ganzen Bahnsteig ab. Immer wieder tippeln Mutige dennoch in den Regen, nach vorn. Dorthin, wo der erste Waggon zum Stehen kommen wird. Regentropfen im Nacken. Ein junger Mann mit Schirm setzt gerade zum Gehen an, ein älterer Herr schaut nach oben und wägt still ab. Kommen Sie, ruft der Mann mit Schirm und winkt dem Zögernden zu. Der schaut auf, lächelt und nickt. Und beide gehen im Schutze des Regenschirms davon, dorthin, wo der erste Waggon zum Stehen kommt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lasimona.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lasimona.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lasimona.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lasimona.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lasimona.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lasimona.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lasimona.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lasimona.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lasimona.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lasimona.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lasimona.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lasimona.wordpress.com/730/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lasimona.wordpress.com/730/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lasimona.wordpress.com/730/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=730&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Konzerte für Eilige – Ninas Beitrag zum Sound Londons</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Aug 2011 10:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lasimona</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hammersmith]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Busker]]></category>
		<category><![CDATA[Busking]]></category>
		<category><![CDATA[Itchycoo Park]]></category>
		<category><![CDATA[John Lennon is not dead]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Gerstenberger]]></category>
		<category><![CDATA[Oasis]]></category>
		<category><![CDATA[Small Faces]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Tube]]></category>
		<category><![CDATA[What's the story morning glory]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Londoner Tube wird täglich von vier Millionen Menschen genutzt. Ein guter Ort, um als Musiker gehört zu werden. Seit 2003 regelt der Tube-Betreiber London Underground mit Castings den Zugang zu den Plätzen in den Bahnhöfen, auf denen die derzeit 350 Musiker, die sogenannten Busker, spielen dürfen. Songwriterin Nina Gerstenberger erfüllte die hohen Ansprüche und spielt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=708&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://lasimona.files.wordpress.com/2011/08/img_2376.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-714" title="Nina busking at Hammersmith" src="http://lasimona.files.wordpress.com/2011/08/img_2376.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a>Die Londoner Tube wird täglich von vier Millionen Menschen genutzt. Ein guter Ort, um als Musiker gehört zu werden. Seit 2003 regelt der Tube-Betreiber London Underground mit Castings den Zugang zu den Plätzen in den Bahnhöfen, auf denen die derzeit 350 Musiker, die sogenannten Busker, spielen dürfen. Songwriterin Nina Gerstenberger erfüllte die hohen Ansprüche und spielt nun auf Londons eiligster Bühne.</strong></p>
<p>Quietschende Räder, schallende Ansagen, aus den Zügen steigen bunte Trauben an Fahrgästen. Kinderwagen, Hündchen und Koffer werden herausgequetscht. Über eine Treppe geht es durch eine lange<br />
Passage Richtung Ausgang. Hammersmith Station liegt im äußeren Südwesten der Londoner City. Der Bahnhof ist hell, weil er über Tage liegt, und rege besucht. Um den Bahnhof herum befindet sich eine Einkaufsmeile mit Shoppingmall und Fußgängerzone. Ideal für einen Samstagsbummel.</p>
<p>Aus der Wolke von Fahrgästen, die nun die Treppe heraufkommen, klaubt sich eine junge, eher kleine Frau heraus. Schwarz gekleidet, feuerrote Haare, eine Gitarre auf dem Rücken, fast größer als ihre Trägerin. Nina ist seit einem halben Jahr Buskerin. Seit ihrer Jugend spielt sie Gitarre, war Mitglied in verschiedenen Bands.</p>
<p>Ihr „Pitch“, der Buskingplatz, liegt hier zwischen der Eingangshalle und den vier Gleisen der District- und Picadilly Line. In dieser Station gibt es nur den einen Platz, in anderen, größeren Bahnhöfen manchmal zwei. Zunächst geht es vorbei am Eingangspersonal der Ticketschranken, um zu unterschreiben, dass sie anwesend ist. Nina hat sich hier schon einen Namen gemacht, wird mit Handschlag begrüßt. „You gonna beat them all!“, ruft ihr der Angestellte noch hinterher, du wirst sie alle umhauen!</p>
<p>Nina zeigt, während sie auf ihren Arbeitsplatz zugeht, in die Ecke voraus, in der auffällig nichts ist – auch kein Anzeichen für einen Buskingplatz mit dem großen, halbrunden Aufkleber. „Leider haben sie die Stelle hier von Graffiti und auch von der bunten Markierung befreit. Seither sieht mein Pitch etwas belanglos aus – nur weiße Fliesen eigentlich.“ Aber die 29-Jährige aus der Nähe von Stuttgart wird dieser belanglosen, weißen Ecke für die nächsten vier Stunden etwas Atmosphäre einhauchen!</p>
<p><strong>Hinstellen, Räuspern und „Hello“</strong></p>
<p>„Ich stelle mich immer hier in die Richtung“, erklärt Nina und deutet zum Treppengang bei den Gleisen. Die Akustik ist besser als links Richtung Ausgang. Dann bückt sie sich und öffnet den Reißverschluss der großen Tasche, es kommt eine charismatische Gitarre zum Vorschein: ganz knallig funkelt den Passanten nun ein Union Jack, die britische Flagge, in Gitarrenform entgegen. Ein liebevoller Blick, unsichtbarer Staub<br />
wird vom Instrument entfernt, dann wird es mit geübtem Griff gestimmt.</p>
<p>Als Bühnenbegrenzung dient die nun leere Gitarrentasche, die das Einkommen auffangen soll. „Ganz wichtig – schon ein paar Münzen in die Gitarrentasche zu legen, das ist ein Anreiz zum Geben!“ Kurz räuspern, Schultern gerade halten, dann geht es seltsam unvermittelt los und<br />
sie lässt selbstbewusst recht eingängige Akkorde in den Bahnhof hallen. Die Begrüßung lautet „Hello“ von Oasis, ein Ohrwurm, der gekonnt mit eigener Interpretation gewürzt ist und Nina so richtig in Fahrt zu bringen scheint. Die Akustik des Durchganges ist – im Gegensatz zur Atmosphäre dieser Stelle, tatsächlich ausgezeichnet, fast sakral. „John Lennon is not dead“, Titel und erste Zeile des selbstgeschriebenen Liedes,<br />
schallt mit unerwartet kräftiger Stimme aus der beherzten Musikerin heraus, so dass sich einige Passanten noch einmal umdrehen. Ein älterer Herr drückt in Anerkennung seine Unterlippe nach oben und geht nickend weiter.</p>
<p>Wieder ist unten eine Bahn eingefahren, speit einen Pulk Menschen aus, die den weißgefliesten Tunnel zum Ausgang entlang hasten. Dazwischen begleitet sie das beschwingte „Itchycoo Park“ der Small Faces als unbemerkter Zeuge die 20 Sekunden von der Treppe, um die Ecke, zu den Ausgangsschaltern. Nina weiß, die Leute bemerken sie, wenn es nur ein Lächeln ist oder ganz eindeutig eine verehrend erhobene Rockerhand,<br />
Zeige- und kleiner Finger von der Faust abgespreizt. Und natürlich in Form von Münzen, die bald immer häufiger in die Gitarrentasche klimpern. Die Einnahmen hängen stark von der Tageszeit und der Stimmung ab.</p>
<p><strong>„Prügeln“ um die besten Plätze</strong></p>
<p>Und vom Standort: Man muss schon sehr hartnäckig sein, um beim Buchen der Plätze auf der Hotline durchzukommen. Dienstag ist Vergabetag für die insgesamt 40 Pitches. Immer zwei Wochen im Voraus können Plätze für eine bis zu vier Stunden gebucht werden. Am Anfang, erinnert sich Nina, habe sie sich noch um die besten Plätze „geprügelt“, die bekanntentesten Londoner U-Bahnstationen. „Aber ich habe ja meinen Job als Drehbuchautorin, mir geht es ja eher darum, hier ab und an zu musizieren, nicht darum, entdeckt zu werden.“ Dafür eignen sich natürlich Bahnhöfe wie der berühmte Picadilly Circus oder die Pitches im Untergrund der edlen Einkaufsmeile des Oxford Circus. „Doch mir passt dieses<br />
ständige Gedränge nicht.“</p>
<p>Hier in Hammersmith erntet die Wahllondonerin immer wieder ein Schmunzeln, wenn sie ein „thank you“ für Münzen mit in die Textzeilen einbaut. „What’s the <em>thank you</em>, morning glory?” wird die Titelzeile des Oasis-Songs den Gegebenheiten angepasst. Danach gibt es ein paar Schlucke warmen Tee aus der Thermoskanne für den Hals. Keine langen Pausen, sonst freuen sich die Finger über die Ruhe und fangen an, richtig zu schmerzen. 13 Lieder bereitet die Buskerin vor, die eine Stunde abdecken.</p>
<p>Gerade sind es die ruhig gezupften Klänge von Simon &amp; Garfunkels „Scarborough Fair“, als ein Bullterrier um die Ecke wetzt, der Besitzer mit Silberkettchen und fleckigen Hosen rennt brüllend hinterher. „Scarborough Fair“ ertönt nur noch gedämpft und ohne Text im Hintergrund des Wortgefechts, das nun wiederum zwischen dem brüllenden Mann und seiner wild fluchenden, ebenso lauten Partnerin entstanden ist. Ein kurzes, angetrunkenes Handgemenge der beiden, dann taucht der entlaufene Hund auf und das Trio verschwindet aus dem Blickfeld. So schnell die aggressive Stimmung aufzog, so unversehens ist sie vorbei. Nina dreht erst jetzt wieder auf ihre eigene Lautstärke. Gottseidank passiere so etwas in der Art nicht oft. Im Hintergrund möglichst unauffällig, nicht plötzlich aufhören zu spielen, kein Blickkontakt. Das sei so ihr Weg, nicht Zielscheibe umschlagender Situationen zu werden, nickt sie dem Gedanken hinterher. Sie spielt sofort weiter – wegen der Pause und der Finger und stimmt ihr letztes Lied an für heute, auch ein eigenes, das sie schon vor Jahren geschrieben hat: „3 Sides of the Coin“. Nina begleitet es mit energischem Fußrhythmus. Auf dem Foto einer stehengebliebenen Touristin wird sie verewigt. Diese Musiker im Bahnhof, die gehören doch zu London dazu, sagt die Dame aus Paris.</p>
<p>Ein Blick in die Gitarrentasche verrät, es war zwar ein langer, aber auch erfolgreicher Tag heute, übermorgen geht es weiter, gleicher Bahnhof für zwei Stunden dann. Zählen wird sie ihre Münzen erst daheim. Jetzt gibt es erst einmal ein Feierabendbier.</p>
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		<item>
		<title>Die unerträgliche Schwere der Gleichbehandlung</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 12:56:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lasimona</dc:creator>
				<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Equality]]></category>
		<category><![CDATA[ethnische Herkunft]]></category>
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		<category><![CDATA[Gleichbehandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Guardian]]></category>

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		<description><![CDATA[Arbeitssuche, online. Der Guardian bietet eine Redakteursstelle in London an. In Großbritannien ist es angenehm unüblich, Alter, Herkunft und Bewerbungsfoto im Lebenslauf unterzubringen. Gut, der Name (Müller, Öztürk) kann gewisse Ansätze nicht vertuschen. Auch der Uniabschluss im Jahre 1968 wird ein mögliches Alter erahnen lassen. Doch was interessiert den Arbeitgeber in spe eigentlich am meisten? [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=686&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Arbeitssuche, online. Der Guardian bietet eine Redakteursstelle in London an. In Großbritannien ist es angenehm unüblich, Alter, Herkunft und Bewerbungsfoto im Lebenslauf unterzubringen. Gut, der Name (Müller, Öztürk) kann gewisse Ansätze nicht vertuschen. Auch der Uniabschluss im Jahre 1968 wird ein mögliches Alter erahnen lassen. Doch was interessiert den Arbeitgeber in spe eigentlich am meisten? Ja, die Qualifikationen! Hier also Schreibtalent und Stil.</p>
<p>In Großbritannien ist es jedoch auch so, dass nicht nur der Lebenslauf mit der Gleichbehandlung d’accord geht, sondern dies auch gesetzlich verankert ist und streng überwacht wird. So streng, dass der ein oder andere Verantwortung tragende Brite über das Ziel hinausschießt. Während sich die Kommission für Gleichbehandlung und Menschenrechte (EHRC) begriffsnotwendig für das Konzept von Gleichbehandlung und Vielseitigkeit einsetzen soll, sich also um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit bei Rasse, Gender, sexuelle Orientierung und Alter bemüht, stürmen verschiedene Arbeitgeber vor und behandeln alle ganz besonders gleich.</p>
<p>So überrascht, im Hinterkopf der so neutrale Lebenslauf, die Frage nach dem ethnischen Hintergrund auf dem Bewerberformular. Ebenfalls interessiert beim Schreibberuf, ob sich gerade eine weibliche bisexuelle Jüdin (Alter: 25-34) bewirbt oder ein männlicher möchte-ich-nicht-sagen Moslem (Alter: 35-44). Sind Juden die keckeren Schreiberlinge? Oder hat ein Moslem das naturgemäß geschultere Auge für Stil? Der Guardian wischt die Zweifel des Bewerbers mit einem schmutzigen Lappen weg. Der Vorsatz der Gleichbehandlung wird großgeschrieben! Der hier<br />
ausgefüllte intime Teil wird natürlich separat von den Bewerbungsunterlagen begutachtet und beeinflusst die Entscheidung über Jüdin und Moslem nicht. Die Angaben, so versichert der Guardian, werden nur benutzt, um die hohen Ziele der Gleichbehandlung innerbetrieblich zu bewerten. Da stolpert’s vor Gleichbehandlungseifer jedoch in der Logik: was sagt die anonyme Angabe denn ohne tatsächlichen Arbeitsantritt aus? Sollte da nicht besser intern bei den bereits Anwesenden durchgezählt werden?</p>
<p>Und was geschieht, wenn der Moslem der bessere Federkünstler ist, aber der Quote noch die lesbische Jüdin fehlt?</p>
<p>Wie würden Sie entscheiden?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lasimona.wordpress.com/686/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lasimona.wordpress.com/686/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lasimona.wordpress.com/686/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lasimona.wordpress.com/686/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lasimona.wordpress.com/686/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lasimona.wordpress.com/686/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lasimona.wordpress.com/686/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lasimona.wordpress.com/686/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lasimona.wordpress.com/686/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lasimona.wordpress.com/686/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lasimona.wordpress.com/686/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lasimona.wordpress.com/686/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lasimona.wordpress.com/686/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lasimona.wordpress.com/686/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=686&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Tender Napalm – Mitreißend atemlose Gegensätze</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 18:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lasimona</dc:creator>
				<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Southwark]]></category>
		<category><![CDATA[Jack Gordon]]></category>
		<category><![CDATA[Philip Ridley]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Southwark Playhouse]]></category>
		<category><![CDATA[Tender Napalm]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterkritik]]></category>
		<category><![CDATA[theatre review]]></category>
		<category><![CDATA[Vinette Robinson]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kleiner, langer und nebliger Raum in den Gewölben des Southwalk Playhouse. Das Publikum sitzt auf Bänken zu beiden Seiten  der ebenerdigen rechteckigen Bühne. Auf der stehen zwei Stühle, einer an jedem Ende, ansonsten ist sie leer. „Mann“ und „Frau“ betreten den Raum, umkreisen sich, entfernen sich, Tango auf Distanz. Ein schönes Paar. Das sich, auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=678&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kleiner, langer und nebliger Raum in den Gewölben des Southwalk Playhouse. Das Publikum sitzt auf Bänken zu beiden Seiten  der ebenerdigen rechteckigen Bühne. Auf der stehen zwei Stühle, einer an jedem Ende, ansonsten ist sie leer. „Mann“ und „Frau“ betreten den<br />
Raum, umkreisen sich, entfernen sich, Tango auf Distanz. Ein schönes Paar. Das sich, auf drei Meter Entfernung gegenübersitzend, mit gegenseitigen Gewaltphantasien einen Schlagabtausch leistet,</p>
<p><em>Ich<br />
könnte eine Kugel in Deinen schönen Mund jagen. In Deinen Gaumen, ohne dabei<br />
die perlweißen Zähne zu berühren.</em></p>
<p><em>Ich<br />
könnte einen Löffel in Deine Augenhöhlen pressen, bis Deine Augäpfel mit einen<br />
glitschigen Geräusch herausspringen. </em></p>
<p><em>Ich<br />
könnte eine Handgranate in Dich einführen. Erst wehrst Du Dich….</em></p>
<p>um bald poetisch in kindlichen Phantasien zu schwelgen: Affen auf Inseln, Seeschlangen und Tentakel, Mangos und Sandstrand.</p>
<p>Und dann: der Tod des geliebten Vaters. Erinnerungen an die Jugend, ein grünes Kleid beim ersten Treffen. Eine Handgranate fliegt. Da, ein Einhorn! Und ein Kind.</p>
<p>Das Paar gräbt im Sandstrand der Erinnerungen und findet neben komischen Elementen im Stück bald auch Puzzleteile eines traumatischen Erlebnisses, die die beiden nach und nach mühsam verknüpfen.</p>
<p>Autor Philip Ridley überschreitet in seinem aktuellen Werk atemlos die Grenzen des Anstands und diese zwischen Realität, traumhaften Gebilden und der Vergangenheit von „Mann“ und „Frau“. Wie in einem Tanz nähern und entfernen sich all diese Bilder, um schließlich ein<br />
schmerzhaftes Ganzes zu ergeben.</p>
<p>Fesselnd schön zeigt sich Ridleys Handschrift von der ersten Zeile an. Der Londoner Schriftsteller (Maler, Filmemacher) ist in der Theaterszene bekannt für seine provokanten, zeitweise brutalen Gedankenbilder, die gepaart sind mit langen Monologen von einzigartiger Lyrik, die nie wieder aufhören dürfen.</p>
<p>Das Publikum folgt „Mann“ und “Frau” gebannt auf deren Traumreise, wiegt sich im Rhythmus der lauten, lachenden, schwitzenden, springenden, schreienden Gedankenströme. Die anfänglich so leere Bühne füllt sich im Laufe des Stückes mit bunten, tosenden<br />
Bildern, Phantasieblumen, Erinnerungen an eine andere Zeit, Verzweiflung.</p>
<p>Ridley präsentiert mit seinem neuen Stück 80 Minuten tiefste Liebe in einer kaputten Welt. Ein Paar, das nur nach und nach zu sich findet, gegen seine Vergangenheit kämpft und sie schließlich doch braucht, um die Brutalität des Lebens verstehen zu können. Jack Gordon („Mann“) und Vinette Robinson („Frau“) sind für dieses namenlose Paar die ideale Besetzung. Intensiv, zerbrechlich und verletzt übertragen sie<br />
ihre Leidenschaft auf die Anwesenden, die Tränen fließen nicht nur auf der Bühne.</p>
<p>[<em>Tender Napalm</em> – Philip Ridley. Southwark Playhouse, London, 19. April – 14. Mai 2011, <a title="theatrenapalm" href="http://www.tendernapalm.co.uk">http://www.tendernapalm.co.uk</a>]</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lasimona.wordpress.com/678/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lasimona.wordpress.com/678/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lasimona.wordpress.com/678/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lasimona.wordpress.com/678/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lasimona.wordpress.com/678/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lasimona.wordpress.com/678/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lasimona.wordpress.com/678/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lasimona.wordpress.com/678/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lasimona.wordpress.com/678/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lasimona.wordpress.com/678/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lasimona.wordpress.com/678/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lasimona.wordpress.com/678/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lasimona.wordpress.com/678/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lasimona.wordpress.com/678/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=678&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>My favorite things to photograph &#8211; the life unseen</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 17:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lasimona</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagszitate]]></category>
		<category><![CDATA[Thornton Heath]]></category>
		<category><![CDATA[Zwilling sammelt]]></category>
		<category><![CDATA[close-up]]></category>
		<category><![CDATA[macro]]></category>
		<category><![CDATA[Photography]]></category>

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		<description><![CDATA[In an arts lesson in school we once spoke about that photographer which I do not manage to remember (a fantastic introduction to my answer). I think it was something like Moretti, some female Italian&#8217;s name. Anyway, we saw pictures that were indecipherable close-ups, disregarding the limits or shape of the object captured. They were fantastically aesthetic [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=671&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;">In an arts lesson in school we once spoke about that photographer which I do not manage to remember (a fantastic introduction to my answer). I think it was something like Moretti, some female Italian&#8217;s name.<br />
Anyway, we saw pictures that were indecipherable close-ups, disregarding the limits or shape of the object captured. They were fantastically aesthetic and riddles alike. You kept staring <a href="http://lasimona.files.wordpress.com/2011/06/img_2285.jpg"><img class="size-medium wp-image-672 aligncenter" title="on the roof" src="http://lasimona.files.wordpress.com/2011/06/img_2285.jpg?w=317&#038;h=230" alt="" width="317" height="230" /></a>at the image trying to discover what is depicted. Yet, although remaining a secret it was a wonderful picture to look at. I remember one that showed the strings of a guitar, a still life arrangement.<br />
To me such images, such intense close-ups, slow down the world, the haste, the superficial race which overruns details, special, individual features.<br />
The time taken to contemplate is soundless rest, eventually. The fine hair discovered on a midge&#8217;s back, the structure of bubbly rust on a blue pipe, the ladybug looking at you through a drop of dew &#8211; those are the small things waiting to be discovered. Their present is a new grasp, a new admiration for things never seen or long forgotten.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lasimona.wordpress.com/671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lasimona.wordpress.com/671/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lasimona.wordpress.com/671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lasimona.wordpress.com/671/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lasimona.wordpress.com/671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lasimona.wordpress.com/671/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lasimona.wordpress.com/671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lasimona.wordpress.com/671/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lasimona.wordpress.com/671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lasimona.wordpress.com/671/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lasimona.wordpress.com/671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lasimona.wordpress.com/671/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lasimona.wordpress.com/671/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lasimona.wordpress.com/671/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=671&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Naked</title>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 12:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lasimona</dc:creator>
				<category><![CDATA[Clapham Junction]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Thornton Heath]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[South West Train Service]]></category>

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		<description><![CDATA[Whenever I would opt for a cigarette (walk 5 minutes, wait for bus) a London person rather pulls out their mobile everything (&#8220;phone&#8221; is not the whole story).  To follow that thought: whilst I am inhaling my five minutes of freedom or so, caught in my own world of thoughts the London person would either catch up on the [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=657&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Whenever I would opt for a cigarette (walk 5 minutes, wait for bus) a London person rather pulls out their mobile everything (&#8220;phone&#8221; is not the whole story).  To follow that thought: whilst I am inhaling my five minutes of freedom or so, caught in my own world of thoughts the London person would either catch up on the latest news, chat with a friend, check some social network ongoings, listen to a broad range of music. I will switch off my cigarette and my world has not really changed in those 5 minutes. Meanwhile, others might be married now via a Facebook message.</p>
<p>On my way home I take the cramped train, upon that I take the cramped train. I come to stand in the middle of the aisle, balancing a shopping bag and my own weight. 5 stations. I think of my meal options, decide for pasta and white wine, watch the houses and gardens flying by outside.</p>
<p>Trying to close my ears to the elaborate phone dialogue that begins behind me. I can&#8217;t understand a word, therefore it is annoying to overhear the agitated conversation when not understanding, though, what the agitation is about.</p>
<p>In front of me I can see a woman&#8217;s playlist. She enjoys Jazz at the moment, Rihanna will be next.</p>
<p>I am looking forward to dinner.</p>
<p>The agitation behind me has now changed to laughter.</p>
<p>A young man next to me is texting his girlfriend/ partner that he won&#8217;t be long, three more stations. He will meet her at the flowershop. Love, Dan.</p>
<p>I have to do some gardening tomorrow.</p>
<p>Jazz is over, Rihanna performs now.</p>
<p>Agitation now speaks English and is being informed about a meeting tomorrow.</p>
<p>A woman sitting close by is quickly wiping her eye. And again. A tear? She is reading something, a message I can&#8217;t see.</p>
<p>Quickly wiping the other eye, more tears. She is looking around, did somebody notice? I turm my head away and feel ashmed about me knowing. She is taking a deep breath, swallowing hard, reading on, scrolling down. Another tear. I stare down at the little bit of floor that is mine on the overcrowded train.</p>
<p>Agitation is checking Guardian.co.uk, Rihanna won&#8217;t stop whining.</p>
<p>I am getting off, home, to dinner and my glass of white wine. Dan is leaving with me, meeting Love at the flowershop.</p>
<p>Will do some gardening tomorrow.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lasimona.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lasimona.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lasimona.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lasimona.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lasimona.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lasimona.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lasimona.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lasimona.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lasimona.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lasimona.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lasimona.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lasimona.wordpress.com/657/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lasimona.wordpress.com/657/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lasimona.wordpress.com/657/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lasimona.wordpress.com&amp;blog=5170186&amp;post=657&amp;subd=lasimona&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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